Wenn ein Hund bei uns einzieht, bedeutet das für Hund und Mensch eine große Umstellung und wir stehen vor vielen Fragen, die uns schnell verunsichern lassen können. Welche Rasse passt zu meinem Lebensstil? Welchen Hund adoptiere ich aus dem Tierheim? Wie gestalte ich den Einzug meines neuen Hundes und welche Welpenschule besuche ich? Wie bringe ich meinem Hund bestimmte Signale bei? Wie lange darf mein Hund sich bewegen und welche Form der Auslastung ist die richtige für mein Tier?

Heute, wo der Hund mehr als nur die Aufgabe besitzt für den Menschen zu arbeiten, ist es umso wichtiger, dass wir eine gute Beziehung zu unseren Tieren pflegen. Sie sind in unserem gesamten Alltag integriert. Für uns Hundehalter sind das Familienmitglieder. Ob Zuhause oder auf der Arbeit, unterwegs im Wald oder in der Stadt, ist es daher unerlässlich, dass Hunde und Menschen sich aufeinander verlassen können. Wie kann man das garantieren?

Holt man sich doch lieber ein junges Tier, das noch nicht viel erlebt hat und sich eventuell an uns orientiert? Oder lieber einen älteren Hund? Bei den erwachsenen Tieren bekommt man dafür einen reifen Charakter und bleibt vielleicht von dem ganzen Stress als „Welpeneltern“ verschont.

Zuhauf erlebe ich die Ratlosigkeit und Frustration der Hundehalter auf den Hundewiesen und Parkanlagen, wenn es dann doch nicht so läuft, wie man sich das gewünscht hat. Man meint es gut und dennoch gelingt es nicht. Was mache ich, wenn der eigene Hund dann doch einen Streit mit Artgenossen angefangen hat oder an der Leine zieht und sich dabei fast stranguliert, mir wegläuft und meinen Rückruf ignoriert?

Auch im eigenen Zuhause kann es schnell ungemütlich werden, wenn der Besuch vor der Tür steht und der Hund sich unangemessen verhält. Man ein Kind erwartet, aber unsicher ist, wie der Hund darauf reagiert.
-So viele Fragen und noch mehr Meinungen.-

Natürlich ist das alles wichtig zu ergründen, aber eines vergessen wir hierbei: Dass der Hund sich auch auf uns einstellen muss.

Hunde müssen nicht funktionieren. Einen glücklichen Hund bekommt man, wenn man SEINE Bedürfnisse befriedigt und nicht unsere. Es ist äußerst schwierig, in diesem „Informationsdschungel“ das richtige zu finden. Wie schafft es die Mutterhündin ihren Nachwuchs großzuziehen und das völlig ohne Google, Fachbücher oder Hundeschulen? Derweil scheitern wir Menschen schon häufig beim ersten Rückruf.

Wie ist das möglich? Ganz einfach: Kommunikation!

Wir müssen anfangen ihre Sprache zu verstehen und ihnen somit unsere Welt und unsere Kultur zu übersetzen.

Jedes Verhalten hat einen Ursprung.

Genau hier beginnt meine Arbeit:

Ich betreue deutschlandweit Hundehalter und unterrichte sie, um das Verhalten ihrer Hunde zu verstehen und sich darauf einzustellen und um schließlich eine gute Beziehung zu ihren Tieren zu schaffen. Auch der Hund erzählt mir seine Sicht der Geschichte. Dabei besteht meine Aufgabe auch darin, als Vermittler zwischen Mensch und Hund zu stehen.
Der Mensch beeinflusst maßgeblich das Verhalten des Hundes, indem er sich selbst entwickelt.